Mantras und Bhakti Yoga

OM NAMO NARAYANAYA | Mantra für den Weltfrieden | gesungen im Wald

 


 

Namasté,

 

dies wird nun der erste Eintrag in den C.A.T. Yoga Blog.

 

Dies habe ich inzwischen gelernt: Mir Zeit nehmen bis etwas reif ist und der Zeitpunkt gekommen ist. Eigentlich wollte ich schon im Januar starten, aber die Worte schienen zu dem Zeitpunkt nicht zu fließen, obwohl ich eigentlich gerne schreibe. Also habe ich gewartet.

 

So werde ich es mit dem Blog auch weiterhin halten: Wenn ein Thema aus meinem Herzen heraus möchte, dann werde ich darüber schreiben.

 

Letzten Sonntag, als ich einige Mantras aufnahm und so dazu kam, stundenlang im Meditationssitz am Harmonium zu singen, war es dann soweit. Aus der Freude über das Singen heraus kamen auch die Worte für diesen Blog.

 

Ich wünsche mir, Dich damit zu inspirieren und wünsche Dir viel Freude beim Lesen. 

 

 

Mantras und Bhakti Yoga

 

„Bhakti Yoga“ ist der Yoga der Liebe und Hingabe. Sich einstimmen auf das Göttliche, oder nenne es einfach Liebe, Liebe in Dir, die immer da ist, sich mit ihr verbinden, mit ihr verschmelzen.

 

Mantras singen hilft dabei, den Verstand loszulassen und in die Liebe einzutauchen.

 

Einfach mal ein Stück weit die Kontrolle abzugeben.

 

Ach, was habe ich in den ersten Yogastunden, die ich selbst genommen habe, genossen, dass da vorne ein Mensch war und 90 Minuten einfach gesagt hat, welche Bewegung oder Asana nun als nächste kommen. Den ganzen Tag Entscheidungen treffen, organisieren und im Handeln sein- und hier im Yoga kann ich einfach sein. Das war einer der ersten Eindrücke damals: Ankommen bei mir selbst.

Vertrauen, hingeben.

 

Das war so in 2007. Wobei ich schon in 2001 meine ersten Yogastunden in Frankfurt hatte, die in mir einen tiefen Eindruck auf körperlicher Ebene hinterließen und tagelang nachwirkten.

 

Wie so viele Menschen wollte ich etwas für meinen Körper tun. Selbstverantwortung für meinen Körper und meine Gesundheit übernehmen. Ein Musikstudium mit stundenlangem Üben am Klavier kann sehr anstrengend für den Körper sein.

 

Und so besuchte ich die ersten Yogastunden und nahm Alexandertechnik-Unterricht.

 

Nun gehörst Du vielleicht zu denen, die auch einfach auf körperliche Ebene entspannen wollen.

 

Doch was tut der Körper eigentlich in der Zwischenentspannung, wenn er Mantras hört und die Windspiele oder das Polychord erklingen?

 

Du tust nichts, Dein Körper tut für Dich. Die vielen Vorgänge, die Atmung, der Blutkreislauf, die Verdauung... das alles tut der Körper für Dich. Du lädst ihn mit Yoga dazu ein, dies in Entspannung zu tun, wenn dich die Gedankenwellen beruhigen, nachdem sich vielleicht in der einen Yogastunde eine Blockade gelöst hat.

 

Vieles bemerkst Du nicht und es geschieht trotzdem.

 

Es entzieht sich Deiner Kontrolle und Deiner Aufmerksamkeit.

 

Du kannst Hinspüren und feiner in Deiner Wahrnehmung werden, doch es zeigt sich immer nur das, was sich in dem Moment zeigen soll.

 

Dir bleibt nichts anderes als zu vertrauen und Dich hinzugeben.

 

Dich der Dehnung hinzugeben, ihr Zeit zu geben.

Die Grenzen zwischen der körperlichen und seelischen Ebene verschwimmen.

 

Dein Körper ist nicht mechanisch, er ist lebendig, rhythmisch.

 

Und du lebst in Deinem Körper und er tut für Dich ohne dass Du es wahrnimmst.

 

 

Was passiert also in Deinem Körper, wenn Du ein Mantra hörst oder sogar singst?

 

Deine Gedankenwellen beruhigen sich. Der Verstand tritt zurück. Du erhältst eine Einladung Dich den Klängen anzuvertrauen.

 

Obwohl Du die Bedeutung der Sanskrit-Worte gar nicht kennst.

 

Die Inder*innen fühlen die Mantras. Fühlen die Schwingung der Worte und der eingängigen Melodien.

 

Beobachte, was ein Mantra mit Dir macht. Was es in Dir bewegt. In Deinem Herzen.

 

Vielleicht spürst Du erst hinterher und noch nicht in dem gleichen Moment, was da eigentlich geschieht.

 

Es ist wie ein bißchen Magie.

 

Hinspüren.

 

Du wirst eins mit Dir.

 

Mehr brauchst Du nicht zu verstehen.

 

Und doch sage ich zu den ganz Neuen in den Kursen immer: Auch wenn Du nichts mit Mantras und Spiritualität anfangen kannst: Singe mit, denn Singen ist gesund, weil Du länger ausatmest als Du einatmest. Es regt die Durchblutung an (also ich kriege immer rosa Bäckchen beim Singen).

 

Ja, ich spreche hier aus meiner Erfahrung und es ist auch eine wunderschöne körperliche Erfahrung das Singen an sich.

 

Singen befreit das Herz und die Seele.

 

Du kannst nicht Denken und gleichzeitig Singen.

 

Ein Rückzugsort in dir selbst. Singe ein Mantra oder summe eine Dir bekannte Melodie, mit der Du etwas Gutes verbindest. Vielleicht ein altes Kinderlied.

 

Wenn Du willst, suche Dir einen geschützten Rahmen dafür. Ich weiß, nicht alle wollen beim Singen gehört werden. Dafür gibt es allerdings keinen Grund.

 

Singen ist so schön einfach. Deine Stimme hast Du immer bei Dir.

 

Wie gerne gehe ich durch den Wald und singe ein Mantra...und ja zugegeben, dort meistens, wenn keine*r mehr da zu sein scheint... Es raschelt hier und da durch die Blätter am Boden. Also ein paar Zuhörer scheint es wohl immer zu geben. Die Vögel zwitschern mit und die Bäume hören andächtig zu. So scheint es mir. Magie. Wie in einem Kinderfilm. Ja, das innere Kind ist auch immer dabei und singt mit.

 

Ich fühle mich in diesem Moment einfach wohl und geborgen.

 

Das einzige, was durch meinen Kopf huscht, ist:

Das ist die Wirklichkeit. Das hier ist echt.

Ja.

 

Alles andere kannst Du getrost vergessen, ist konstruiert, gemacht, künstlich, war irgendwann mal sinnvoll, und jetzt nicht mehr brauchbar. Alte Denkstrukturen.

 

Die heben sich plötzlich ab und werden klar und dürfen gehen.

 

Verbindung mit der Natur, mit Dir, mit allem.

 

Die scheinbaren von uns gemachten Grenzen verschwimmen.

 

Freiheit. Glückseligkeit.

 

Bei dem Mantra „Om namo narayanaya“ habe ich das Gefühl über dem Waldboden zu schweben.

 

Es gibt mir Leichtigkeit.

 

Verbinde Dich mit der Natur so oft Du kannst.

Du kannst auch Mantras dabei hören über Kopfhörer.

 

Und dann wieder den Klängen der Natur lauschen.

Hier beginnt Yoga. 

Yoga heißt Verbinden.

 

Bhakti Yoga bedeutet für mich in der Erfahrung:

Mich hingeben an den Moment in Liebe und Fühlen. Vertrauen in den Moment.

Und die Mantras helfen dabei.

 

Vertraue auch Du in jeden Moment Deines Lebens. Und wenn Du dich nicht zu singen getraust, dann nimm ein paar tiefe Atemzüge am besten draußen in der Natur, spür in Dein Herz und laufe einfach los.

 

Lass es Dir gut gehen. Bleibe in Verbindung mit Dir selbst.

 

Eine schöne gesunde Zeit.

 

 

OM shanti.

Herzliche Grüße

 

Deine Birgit

 


C.A.T. Yoga MANTRA | GAYATRI | gesungen im Wald


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